Fragen & Antworten

Zum Projekt Zugvogel tauchen von vielen Seiten immer wieder ähnliche Fragen auf, die wir hier in aller Kürze und auf einen Blick beantworten wollen. 

Das Projekt Zugvogel fördert die Bewegung von Kindern im Grundschulalter, unabhängig von Geschlecht, sozialer und kultureller Herkunft und psycho-physischen Beeinträchtigungen. Die Teilnahme aller Kinder eines Klassenverbandes steht bei der Gestaltung der Wandertage im Vordergrund. Mit den Schwerpunkten Bewegung, Natur, Teambuilding und den Maßnahmen zur gesunden Jause soll ein Beitrag zur Schaffung attraktiver Bewegungsreize im Alltag geleistet und der Aufbau eines gesunden Klassenklimas sowie eines gesunden Lebensstils gefördert werden.

Die Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten von Kindern haben sich deutlich geändert: Mehr drinnen als draußen, mehr passiv als aktiv, mehr allein als gemeinsam, mehr energiereich als ausgewogen. Im Mittelpunkt des Projekts Zugvogel stehen daher Bewegung, Ernährung, Natur und Teamgeist.

  • Die Inhalte der Themenwanderungen ermöglichen den Kindern unmittelbare, multisensorische und affektive Lernerfahrungen zu machen.
  • Kinder können elementare Vorgänge und Erscheinungsformen der Natur beobachten und mit entsprechenden Worten beschreiben bzw. bildhaft darstellen.
  • Kinder können Verpackungsmaterialien und Jausenreste umweltgerecht entsorgen.
  • Mindestens 20% der teilnehmenden Kinder berichten in den Wochen nach der Themenwanderung von privaten Ausflügen in die naturnahe Umgebung.
  • Kinder kennen die Bestandteile einer gesunden Jause.
  • Mindestens 30% der PädagogInnen berichten, dass sich in den Wochen nach der Themenwanderung der Umgang der Kinder untereinander und das Klassenklima verbessert haben (Rücksichtnahme, Teamgeist).

Kinder der dritten und vierten Klasse Volksschule im gesamten Klassenverband.

Mit den teilnehmenden Klassen werden drei zeitlich voneinander getrennte Termine vereinbart und eine fixe Wanderroute im nahen Umfeld festgelegt. Damit können die Kinder zum einen den Wandel der Jahreszeiten eingehend wahrnehmen und mitverfolgen. Zum anderen wird gewährleistet, dass die Kinder ab der zweiten Wanderung an Bekanntem anknüpfen und Veränderungen beobachten können.

Die Auswahl der Wanderroute erfolgt anhand einer Kriterienliste: Sie muss bestimmte landschaftsstrukturelle Elemente, wie Feld, Wiese, Wald, Felsen und Bach, beinhalten. Zudem muss die Route im Umfeld der Institution bzw. im Naherholungsgebiet liegen. Hiermit wird den Kindern die Möglichkeit geboten, ihr naturnahes Umfeld kennenzulernen und mit ihm vertraut zu werden. Es soll ihnen damit der Zugang zu nahegelegenen Naturräumen für Freizeitaktivitäten erleichtert werden.

Jeder der drei Wandertage hat einen thematischen Schwerpunkt, wie „Bewegung, Spiel und Sport in der Natur“, „Naturerfahrung und Umweltbildung“ und „Teamwork und Teambuilding“. Die Inhalte sind klar strukturiert und nach erlebnis- und naturpädagogischen sowie ökologischen und gruppendynamischen Gesichtspunkten ausgerichtet. PädagogInnen wird dabei die Möglichkeit geboten, sich zurückzunehmen und in die Rolle des/der BeobachterIn zu schlüpfen. Aus dieser Position können die Interessen und Bedürfnisse einzelner Kinder sowie das Sozialgefüge der Klasse besser wahrgenommen werden.

Im Rahmen des Zugvogel-Projekts wird auf eine adäquate Verpflegung der Kinder bei den Outdoor-Aktivitäten geachtet. Durch entsprechende Maßnahmen im Vorfeld der Veranstaltung (Thema „richtige Ernährung“ im Schulunterricht sowie Infobrief an Eltern) wird sichergestellt, dass die Kinder eine gesunde Jause mitnehmen und mit ausreichend Nährstoffen und Energie versorgt sind.

Zudem wurden gemeinsam mit einem erfahrenen Ernährungsberater Informationen zur gesunden Jause erarbeitet, die den PädagogInnen und Eltern vorab übermittelt werden. Am Wandertag selbst wird besonders auf das gemütliche und gemeinsame Jausnen der SchülerInnen im Klassenverband Wert gelegt und für den sorgsamen Umgang mit dem anfallenden Müll sensibilisiert.

Jeder Wandertag wird nur als medienfreie Veranstaltung durchgeführt, damit Handys und Tablets nicht in Verlust geraten und die Kinder sich ungeteilt dem Spielen, Erforschen und Beobachten in der Natur widmen können. Der technologische Fortschritt im Medienbereich ermöglicht Kindern zwar einen erweiterten Zugang zu Wissen, kann jedoch entwicklungsbedeutsame Naturerfahrungen aus erster Hand nicht ersetzen. Zudem beklagen PädagogInnen, dass sich der verstärkte Medienkonsum auch negativ auf die Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit der Kinder (Spracharmut) und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen im Umgang mit Gleichaltrigen auswirkt.

Weitere Informationen zur Anmeldung bzw. Details zum Projekt erhalten Sie bei Projektleiter Norbert HOFER unter office@zugvogel.at.

Das Zugvogel-Projekt kostet für Schulen und Eltern der teilnehmenden Kinder nichts. Dafür sorgen das Bundesministerium für Sport bzw. der Bundes-Sportförderungsfonds (BSFF) sowie der Allgemeine Sportverband Österreichs (ASVÖ). Dank deren Fördergelder und Unterstützung können jährlich rund 3.500 Kinder in den Genuss des Zugvogel-Projekts kommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

  • Machen Sie mit Ihren Kindern Ausflüge in Ihre nähere Umgebung und lassen Sie sich im Wald, auf dem Feld, auf der Wiese, etc. zeigen, was sie während des Projekts gelernt haben.
  • Betätigen Sie sich gemeinsam mit Ihren Kindern körperlich, zB. auf Wanderungen, mit Hilfe von Outdoor-Spielen, Schnitzeljagden oder neuen/bewährten Sportarten.
  • Achten Sie auch weiterhin auf eine gesunde Ernährung zu Hause und in der Schule.
  • Das Wichtigste zum Schluss: Seien Sie ein Vorbild und leben Sie Ihren Kindern einen gesunden, bewegten Lebensstil vor, der Spaß macht!

Wenn Sie Interesse an der Arbeit mit Kindern in freier Natur und eine Qualifikation als ÜbungsleiterIn, TrainerIn, SportwissenschafterIn, WaldpädagogIn, NaturvermittlerIn, OutdoorpädagogIn oder ähnliches haben, nehmen Sie bitte mit Projektleiter Norbert HOFER unter norbert.hofer@zugvogel.at Kontakt auf. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!